Würkner-Personal-Weapon-Lock (kurz: WPW-Lock) ist eine neue Methode zur Personalisierung von Schusswaffen, also der Bindung der Funktion einer Waffe an eine Person (Smart Gun). Das besondere an dieser Lösung ist, dass sie auch rein mechanisch umgesetzt werden kann und somit die Verlässlichkeit erreicht, wie sie ganz allgemein für die Mechanik in Schusswaffen gilt weil sie auch ganz ohne Elektronik auskommt. Dabei wird die Sicherheit auch noch in der Alltagshandhabung erheblich erhöht, da jede abgelegte Waffe automatisch dauerhaft gesichert und gesperrt ist.



Das Problem ist seit langem bekannt - und ungelöst:

Mit einer Waffe kann jeder schießen der sie in die Hand bekommt.

Sei es das Kind das in einem unachtsamen Moment aus Neugier danach greift, der Jugendliche der sie zufällig findet und sich damit plötzlich unheimlich mächtig fühlt, der Freund der sie interessiert aber unvorsichtig begutachtet, oder der Gegner der sie dem Verteidiger entwendet und anschließend gegen diesen einsetzt.

Letzteres spielt insbesondere auch bei der Exekutive eine zunehmend maßgebliche Rolle, da die Waffen dort sichtbar getragen werden und der Respekt vor der Exekutive ständig abnimmt:

Mit der Waffe wird immer auch eine Selbstgefährdung in eine Konfliktsituation eingebracht. Der Versuch, einem Polizisten seine Waffe zu entwenden kommt keineswegs selten vor - und endet mitunter dramatisch.


Eine kompetente Einschätzung:

Der Landesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Berlin, Bodo Pfalzgraf, meint zur Bedeutung dieser speziellen Situation bei der Polizei:

"Es geschieht fast jedem Polizisten in seiner Dienstzeit mindestens einmal, dass Verbrecher versuchen, an seine Waffe zu gelangen. Das geht im Handgemenge und bei Berufsverbrechern auch schnell."

Hier eine kleine Auswahl derartiger Fälle der letzten Jahre vor allem aus dem deutschsprachigen Raum:

Passau - Nach einem Ehestreit hat ein 27 Jahre alter Betrunkener in der Polizeiinspektion Passau einem Polizisten die Dienstwaffe entrissen und damit in den Kopf geschossen.

Hessen - Der Versuch, einen 25-Jährigen festzunehmen, wurde zwei Polizisten im hessischen Niederwalluf zum Verhängnis. Mit einer ihrer eigenen Dienstwaffen streckte der Mann sie nieder. Einer der Beamten starb am Abend im Krankenhaus.

Bremen - Es ist der Alptraum aller Polizisten: Ein gefangener Dieb hat in Bremen einem Beamten die Dienstwaffe entrissen und dessen Kollegen damit ins Bein geschossen.

Sauerland - Der mutmaßliche Islamist hatte laut Anklage im darauffolgenden Handgemenge dem Polizisten die Dienstwaffe entrissen und zweimal geschossen. Der heute 28-jährige Polizist bestätigte dies vor Gericht.

Und ganz aktuell Südfrankreich Juni 2012 - Als kurz darauf die beiden Polizistinnen eintrafen, prügelte sich der Mann mit den Frauen. Er schlug die eine Polizistin nieder, riss ihre Dienstwaffe an sich und tötete damit die 35-jährige Mutter zweier Kinder. Ihre 29 Jahre alte Kollegin konnte zunächst entkommen. Der Todesschütze stellte der Frau jedoch nach und erschoss auch sie, bevor er mit seiner Freundin floh.

Es geht aber nicht nur um Polizeiwaffen. Auch im Bereich des privaten Waffenbesitzes stellt die fehlende Bindung der Waffen an ihre berechtigten Besitzer immer wieder ein Sicherheitsrisiko dar. Besonders klar sichtbar wurde das am Amoklauf im deutschen Winnenden in dessen Folge auch die Diskussion zur Waffenpersonalisierung wieder einmal einen Höhepunkt erreichte. Damals berichtete die "Zeit" zur Ansicht des damaligen deutschen Bundesinnenministers Schäuble unter dem Titel "Schäuble will Waffen per Fingerabdruck sichern":

Für den Innenminister ist die Sache klar: Es sollen nur noch "Berechtigte" an ihre Waffen kommen. Um das zu erreichen, gäbe es "interessante technische Möglichkeiten". Um Amokläufe wie in Winnenden oder Schießereien wie im Landshuter Landgericht zu verhindern, will Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) Waffenschränke und die Waffen selbst mit einer biometrischen Sicherung versehen. Dabei müssten die Behältnisse, Pistolen und Gewehre so gesichert werden, dass "nur noch Berechtigte" an sie herankämen, sagte er der Rheinischen Post.

Allerdings ist diesbezüglich, wenig überraschend, bisher nichts geschehen. Die Gründe liegen wohl vor allem im technischen Bereich, wie auch Silke Stokar, innenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen die entsprechende Aussage Schäubles in einem Interview im Deutschlandradio kommentiert:

Stokar: Herr Schäuble soll mir doch mal die Waffe zeigen, die man mit einem Fingerabdruck sichern kann. So was ist heute nicht auf dem Markt und vermutlich auch die nächsten zehn Jahre nicht.

Wiederholt wurde versucht das Problem frei nutzbarer Waffen zu lösen:

• durch Absperren

Aber keine dieser Absperrvorrichtungen konnte sich durchsetzen da bei diesen das Entsperren im Ernstfall eine viel zu lange Zeit in Anspruch nimmt und die Waffe nach dem Entsperren auch dauerhaft entsperrt bleibt bis sie wieder versperrt wird. Dadurch ist weder eine rasche Verfügbarkeit noch die ausschließliche Benutzung durch ihren Besitzer sichergestellt.

In letzter Zeit gab es Versuche, dieses Problem mit Hilfe von Funktechnik (RFID) zu lösen. Aber das ist nicht verlässlich, da anfällig wegen:

• notwendiger Stromversorgung
• empfindlicher Elektronik
• Jammer (Deaktivierung durch Störung)

Daher konnten sich solche Konzepte auch nicht durchsetzen.

Und auch die oben angesprochene biometrische Sicherung durch Fingerabdrucksensoren stellt eine derart komplizierte und anfällige elektronische Technik dar dass in absehbarer Zeit an einen einsatztauglichen Einbau in eine Schusswaffe nicht zu denken ist. Zwar gab es schon Prototypen die die technische Machbarkeit beweisen sollten, aber eine Umsetzung für den Massenmarkt mit der Verlässlichkeit, die man von einer Waffe erwartet, ist noch derart weit entfernt dass es aktuell keinen Sinn macht darauf zu warten. Realistisch ist der Einsatz einer derartigen Sicherung in absehbarer Zeit lediglich bei Waffenschränken.


Hier setzt die neue Erfindung WPW-Lock von Ing. Mag. Gerald Würkner an.

Ausgehend von einer einfachen Fragestellung wird die Logik und Lösung rasch klar: Wohin gehört eine Waffe? (Wenn sie nicht verschlossen weggesperrt ist)

Die Antwort ist einfach und lässt nur zwei Punkte zu:

• In die Hand ihres Besitzers
• In das Holster ihres Besitzers

Und sonst nirgends!

Anhand dieser Logik lässt sich mit herkömmlicher, einfacher, und erprobter Mechanik wie sie standardmäßig in jeder Waffe verbaut ist, und einem Sicherheitsschloss, das Problem zuverlässig und elegant lösen.


Das Prinzip:

Wenn die Waffe aus dem Holster gezogen wird ist sie immer automatisch aktiviert, so lange wie sie ihr Besitzer ununterbrochen in der Hand hält. Verantwortlich dafür ist z.B. ein Hebel der an der Vorder- oder Rückseite des Griffes angebracht ist und auf den Druck der Hand reagiert wie bei klassischen Griffsicherungen, die seit mehr als hundert Jahren erfolgreich eingesetzt werden (z.B.: Colt 1911).

Sobald der Besitzer die Waffe aus der Hand legt oder sie ihm aus der Hand geschlagen wird rastet automatisch eine Sicherung ein die nicht nur jede weitere Schussabgabe, sondern auch ein Zerlegen um die Sicherung auszubauen, unmöglich macht.

Eine neuerliche Aktivierung ist nur mittels eines Entriegelungselements, in diesem Beispiel ein Schlüssel, im eigenen Holsters möglich, indem die Waffe in diese gesteckt und ggf. erneut gezogen wird.

Das Prinzip lautet also: Die Waffe wird durch ein Entriegelungselement (Schlüssel, RFID, Barcode etc.) entriegelt und dieser Aktivzustand wird durch einen Griffsensor (mechanischer Hebel, beliebiger elektronischer Sensor wie z.B. Ultraschall) aufrechterhalten.

Die Szene von vorhin geht daher mit einer Waffe mit WPW-Lock gänzlich anders aus.


Die Lösung:

Das Prinzip wird in der Folge in einer rein mechanischen Version anhand einer entsprechend modifizierten weit verbreiteten Polizeipistole dargestellt. Die Pistole befindet sich in einem Sicherheits-Holster das für WPW-Lock dazu passend extra entwickelt wurde. Die obere Hälfte des Holsters wird zunächst ausgeblendet um einen ersten Blick auf das Konzept werfen zu können.

In dem Holster ist ein Schlüssel fix implementiert der in ein Schloss in der Waffe ragt. Indem die Waffe kurz gezogen wird ist die Anordnung leicht zu erkennen.

Jede Waffe hat ihr eigenes Holster mit ihrem individuellen nur zur jeweiligen Waffe passenden Schlüssel.

Die Waffe bleibt so lange aktiviert wie sie Ihr Besitzer ununterbrochen in der Hand hält, denn dabei drückt er auf einen Hebel der entweder an der Vorderseite

des Griffes der Waffe oder an dessen Rückseite

angebracht ist. Sobald der Druck auf den Griffhebel unterbrochen wird rastet eine Sicherung ein die die Waffe dauerhaft gegen Benutzung als auch Zerlegen sperrt. Der aktuelle Sperrzustand der Waffe, also ob die Waffe aktiviert ist oder nicht aktiviert, wird dabei an dem deutlich wahrnehmbar herausragenden oder eingeklappten Griffhebel problemlos erspürt, wobei dies je nach Umsetzung auch noch durch optische Anzeigen unterstütz werden kann.

Aufgrund der Anwendung dieser Logik ist es möglich das Problem der Waffenpersonalisierung rein mechanisch ohne jede Elektronik zu lösen. Damit ergibt sich eine Zuverlässigkeit wie sie ganz allgemein für Waffen gilt und die bisherigen Vorbehalte gegen eine Personalisierung von Waffen die aufgrund der unverlässlichen Elektronik bei einem Einbau in eine Waffe vorgebracht wurden sind hinfällig.

Die Konstruktion ist dabei funktional derart angelegt, dass die Waffe immer automatisch im Holster fixiert wird und dabei deaktiviert ist. Nur durch den Zugriff auf den Griffhebel kann sie aktiviert und erst dann herausgezogen werden kann. Dadurch ist eine Fehlbedienung in einer Stresssituation ausgeschlossen. Es ist gar nicht möglich die Waffe gesperrt zu ziehen und man kann auch nicht darauf vergessen eine Sicherung zu deaktivieren. Wenn die Waffe gezogen wird ist sie immer schussbereit, aber sobald sie abgelegt, fallen gelassen, aus der Hand geschlagen oder anders entwendet wird ist sie sofort automatisch und dauerhaft gesperrt. Nur mit dem eigenen Holster ist es möglich die Waffe wieder zu aktivieren.(1)

Damit auch noch die verbliebene letzte Möglichkeit, nämlich der überraschende Zugriff auf eine fremde Waffe in einem fremden Holster weitestgehend ausgeschlossen werden kann, wird WPW-Lock standardmäßig mit einem Sicherheitsholster verbaut.


Das Sicherheitsholster

Der Schlüssel ist im Holster eingeschweißt und durch ein Stahlband zusätzlich fixiert. In diesem Beispiel ist dieses derart optimiert dass es auch um den Gürtel reicht, somit ist ein Ausbrechen des Schlüssels unmöglich. Der Sicherungshebel, der in 2 Positionen im Holster einrastet, betätigt und fixiert eine Fixierklappe die in den Abzugsbügel der Waffe ragt. Der Sicherungshebel kann aufgrund seiner Lage dabei praktisch nur vom Träger des Holsters bedient werden.


Alternativen zum Holster:

Abgesehen vom Standardanwendungsfall mit einem Holster kann das "Gegenstück" zur Waffe in dem der Schlüssel montiert ist auch anders gestaltet sein, je nachdem, welches Konzept damit verfolgt wird.

Für private Waffenbesitzer und eine rasche Verfügbarkeit zur Selbstverteidigung zu Hause bietet sich die Integration in eine Box an. Bei Schützen für eine maximale Sicherheit am Schießstand eine Haltevorrichtung

Um die Sicherheit weiter zu erhöhen kann dabei der Gesetzgeber ggf. anordnen, dass die Waffe und das Gegenstück mit dem Schlüssel getrennt aufbewahrt werden müssen. Dadurch wird der Schutz vor einer unbefugten Verwendung noch erheblich erhöht.

In dem folgenden Beispiel ist der Schlüssel in eine Aufbewahrungs- oder Transportbox eingearbeitet.

Entweder ganz einfach direkt

oder besser mit Abzugsschutz wie bei einem Holster.


Synergien

Die für WPW-Lock entwickelte Waffenform mit dem Gehäuse für WPW-Lock kann auch für andere Applikationen genutzt werden wodurch sich die Wirtschaftlichkeit noch maßgeblich erhöht. So können in das Schlossgehäuse der Waffe verschiedenste Funktionsmodule eingesetzt werden wenn eine Waffenpersona-lisierung, zum Beispiel im militärischen Bereich, nicht zielführend ist, wie: Laser, Kamera, Zielbeleuchtung, laserbasierte Trainingssysteme, Komplettsysteme wie STORM etc. Dabei kann auch gleich der Griffhebel zur Aktivierung des jeweiligen Systems verwendet werden.

Da von WPW-Lock auch ein dazu passendes Holster existiert gibt es auch keine Probleme wie sonst mit unförmigen Anbauteilen die nicht in ein Standardholster passen. Es kann gewissermaßen eine Art Baukasten entwickelt werden bei der jede Version mit anderen Einbauteilen und Zusatzfunktionen automatisch in das vorhandene Sicherheitsholster passt.

Elektronische Lösungen

Zwar ist das Besondere und Außergewöhnliche an WPW-Lock, dass es eine Waffenpersonalisierung nur mit rein mechanischen Mitteln ermöglicht, und genau deshalb wurde es entwickelt, aber natürlich lässt sich das Prinzip von WPW-Lock auch mit einer großen Variation an elektronischen Methoden umsetzen. Denn das Prinzip lautet: Die Waffe wird durch ein Entriegelungselement (Schlüssel, RFID, Barcode etc.) entriegelt und dieser Aktivzustand wird durch einen Griffsensor (mechanischer Hebel, beliebiger elektronischer Sensor wie z.B. Ultraschall) aufrechterhalten. Somit ist eine sehr große Vielfalt an Lösungen möglich und auch der Übergang zu solchen elektronischen Versionen, sofern entsprechend verlässliche Komponenten verfügbar sind. Eine naheliegende Version wäre zum Beispiel, dass der Schlüssel durch einen RFID-Chip mit sehr kurzer Reichweite (NFC) ersetzt wird und die Hand über einen Ultraschallsensor detektiert wird. Dabei tritt das Problem einer Störung durch Jammer nicht auf da der direkte NFC-Kommunikationsbereich im Holster leicht abgeschirmt werden kann. In der Folge wird dieses Beispiel dargestellt.

Der aktuelle Sperrzustand der Waffe, also ob die Waffe aktiviert ist oder nicht aktiviert, wird dabei optische angezeigt, in diesem Beispiel durch eine rote LED. Wenn der Griffsensor die Hand detektiert (blauer Bereich) und das Sperrmodul gleichzeitig im Bereich des NFC-Chips (rot) ist, wird die Waffe elektromechanisch freigeschalten.

Gleichzeitig gibt das Sperrmodul den Fixierhaken frei und die Waffe kann gezogen werden. Die Waffe kann also immer nur aktiviert gezogen werden. Dabei zeigt die rote LED den aktivierten Zustand der Waffe an.

Nun kann die Waffe ganz normal verwendet werden so lange sie ununterbrochen in der Hand gehalten wird. Natürlich muss der NFC-Chip der die Aktivierung ermöglicht nicht unbedingt im Holster angebracht sein. Er kann in jedem beliebigen Gegenstand integriert sein, wie einer Uhr

oder auch direkt am Körper getragen werden, vorzugsweise versteckt, wodurch auch eine Anwendung mit Langwaffen problemlos und ohne jede Behinderung selbst im Einsatzfall möglich ist.


Integration von Biometrie

Sogar eine Kombination mit einer biometrischen Sicherung ist möglich, und das ohne dass in die Waffe irgendeine Elektronik eingebaut werden muss! Dabei wird die Waffe z.B.: in das Gegenstück gesperrt, sodass sie nur nach einer Identitätsprüfung, z.B. durch Fingerabdruck, innerhalb einer bestimmten Zeitspanne entnommen bzw. aktiviert werden kann oder das Entriegelungselement muss erst biometrisch freigeschalten werden. Dabei wird diese Elektronik in diesem Fall ausschließlich in das Gegenstück (Holster, Box, Halterung, reines Entriegelungselement, das irgendwo am Körper, auch verdeckt, getragen wird etc.) eingebaut und somit die Waffe nicht beeinträchtigt. Die Länge der Zeitspanne in der die Waffe nach einer biometrischen Prüfung gezogen bzw. aktiviert werden kann, kann automatisch begrenzt werden oder auf unbestimmte Zeit bis zu einer manuellen Beendigung erfolgen, letzteres zum Beispiel bei der Polizei für die Dauer des aktuellen Dienstes.(2)

Oben ein Beispiel mit Fingerabdrucksensor bei einem Holster und unten bei einer Box.

Selbstverständlich ist auch hier noch eine große Vielzahl an weiteren Lösungen möglich.

Es ist offensichtlich, dass WPW-Lock auch als elektronische Version mit dem Einsatz von elektronischen Komponenten aufgrund seines Prinzips eine weit höhere Verlässlichkeit erreicht als bisherige elektronische Systeme, da keine störungsanfällige Funkkommunikation erforderlich ist und bei Integration von Biometrie der sensible Bereich der biometrischen Identifikation vorab erfolgt und somit den eigentlichen Einsatzfall nicht behindert.


Durch WPW-Lock zu mehr Sicherheit

Selbstverständlich sind neben diesen Möglichkeiten auch noch weitere Variationen von WPW-Lock möglich die gegebenenfalls bei Gewehren oder Maschinenpistolen zur Anwendung kommen können. Die Hauptanwendungsfälle betreffen aber mit Sicherheit Faustfeuerwaffen:

• Und zwar einerseits in Verbindung mit einem Holster für Personen die eine Waffe tragen müssen, insbesondere für solche, die sie offen tragen müssen. Dies gilt in erster Linie für Organe der Sicherheits- und Strafverfolgungsbehörden. Sie sind es, die die Waffen häufig zwangsläufig in Konfliktzonen einbringen, und dies für jeden wahrnehmbar. Diese Waffen wecken mitunter Begehrlichkeiten bei Konfliktparteien und führen immer wieder zu einer Eskalation der Art, dass einem Sicherheitsbeamten die Dienstwaffe entwendet und anschließen gegen ihn und andere eingesetzt wird.

• Und andererseits in Verbindung mit einer Haltevorrichtung oder Aufbewahrungsbox die auch getrennt aufbewahrt werden können für den privaten Waffenbesitzer.


Wer der Logik: „Eine Waffe gehört in die Hand ihres Besitzers oder in das Holster ihres Besitzers und sonst nirgendwo hin“ zustimmen kann der bekommt mit WPW-Lock eine Lösung die die Sicherheit im Umgang mit Waffen endlich auf das Niveau hebt wie das schon lange gefordert wurde und wird. Dabei wird das persönliche Recht auf eine Waffe und auf Selbstverteidigung nicht angetastet. Ganz im Gegenteil wird die Waffe dabei an die berechtigte Person gebunden. Somit kann bei der Einführung einer derartigen Technik ein breiter gesellschaftlicher Konsens erwartet werden. Es besteht kein Zweifel darin, dass Systeme zur Personalisierung von Schusswaffen in Zukunft Standard sein werden. Der Zug in diese Richtung ist längst abgefahren. Die offene Frage ist nur mehr wann. Mit WPW-Lock ist der erste Schritt in diese Richtung nun endlich möglich.

Übersicht möglicher Lösungen

• Kurzwaffe (Pistole, Revolver), mechanisch: wie in der Standardlösung dargestellt, mit Schlüssel und Griffelement auf Druck

• Kurzwaffe (Pistole, Revolver), elektromechanisch/elektronisch: Die Freischaltung erfolgt durch einen optischen (Barcode) oder elektronischen (NFC) Code der an einem Gegenstand angebracht ist bzw. von diesem aus geht der mit dem Besitzer (Berechtigten) der Waffe verbunden ist. Dazu ist jeder Gegenstand geeignet, das muss nicht unbedingt ein Holster sein. Die Waffe muss dann für einen Augenblick in die Position gebracht werden um den Freischaltcode aufzunehmen. Der Vorteil des Holsters ist, dass diese Freischaltung dort gewissermaßen automatisch erfolgt, somit das Denken an die zusätzliche Freischaltung wegfällt, was insbesondere für den Einsatz bei der Exekutive von elementarer Bedeutung ist. In anderen Bereichen sind diesbezüglich aber natürlich eine große Vielfalt an Variationen vorstellbar.

• Langwaffe (Büchse, Flinte), mechanisch: Der Schlüssel ist an einer kurzen Kette angebracht die z.B. mit dem Gürtel des Waffeninhabers verbunden ist. Soll die Waffe aktiviert werden, wird der Schlüssel kurz in das Schloss gesteckt, die Waffe gegriffen und der Schlüssel abgezogen. Die Waffe ist dann genauso lange aktiviert wie sie ununterbrochen in der Hand gehalten wird. Für Sportschützen (egal ob auf die Scheibe oder Tontauben) in jedem Fall ausreichend. Für Einsatzkräfte unter Umständen problematisch weil bei einer Langwaffe mitunter aufgrund ihrer Sperrigkeit umgegriffen werden muss, und dann eine neuerliche Aktivierung mit einem Schlüssel zu lange dauern würde, weil dieser erneut eingeführt werden müsste. In diesem Fall wäre die nächst Lösung denkbar:

• Langewaffe (Büchse, Flinte), elektromechanisch/elektronisch: Die Waffe hat z.B. einen Ultraschallsensor im Bereich des Griffes am Ansatz des Kolbens und wird z.B. über NFC aktiviert. Beispiel: Die Langwaffe wird gegriffen und kurz mit dem Kolben z.B. zum Gürtel geführt in dem der NFC-Chip eingearbeitet ist. Sofort ist die Waffe aktiviert und bleibt es auch so lange die Hand nicht weiter als eine definierte Entfernung vom Kolben einnimmt (wird durch den Ultraschall detektiert). Muss die Langwaffe komplett aus der Hand gelegt werden, muss sie nur erneut auf die gleiche Art aktiviert werden, was als automatisierter Vorgang lediglich den Bruchteil einer Sekunde einnimmt, somit auch im Einsatzfall möglich ist.

• Dabei kann jede dieser Lösungen mit Biometrie kombiniert werden indem die die Waffe z.B.: in das Gegenstück gesperrt wird, sodass sie nur nach einer Identitäts-prüfung, z.B. durch Fingerabdruck, innerhalb einer bestimmten Zeitspanne ent-nommen bzw. aktiviert werden kann oder das Entriegelungselement muss erst bi-ometrisch freigeschalten werden.


WPW-Lock ist also durch folgende Punkte gekennzeichnet:


Aus der Logik, eine Waffe gehört

• in die Hand ihres Besitzers
• in das Holster ihres Besitzers

und sonst nirgendwo hin, ergibt sich:



die erfindungsgemäße Charakteristik in der Hauptanwendung mit einem Holster:



Die Waffe kann nur im Holster aktiviert werden



Die Waffe kann immer nur aktiviert gezogen werden



Solange die Waffe ununterbrochen in der Hand ihres Besitzers ist bleibt sie aktiviert (durch eine Drucksicherung oder einen Sensor am Griff)



Wird die Waffe abgelegt oder entwendet wird sie automatisch und dauerhaft deaktiviert, es kann somit kein Schuss mehr abgegeben werden



Auch das Zerlegen einer deaktivierten Waffe ist nicht möglich, die Sperre kann somit auch nicht ausgebaut werden und eine entwendete Waffe damit nicht ohne erhebliche Zerstörung manipuliert werden.



Eine neuerliche Aktivierung ist nur möglich indem die Waffe wieder in ihr passendes Holster gesteckt und neu gezogen wird, oder ggf. anders mit ihrem Aktivierungselement in Kontakt gebracht wird.


Des Weiteren gilt:



WPW-Lock kann in jede Kleinwaffe eingebaut werden, eignet sich aber besonders für Faustfeuerwaffen.



WPW-Lock kann entsprechend modifiziert sowohl in Pistolen als auch Revolver eingebaut werden.



Es kann eine vorhandene Sicherung durch WPW-Lock aktiviert werden oder eine zusätzliche eingebaut werden



vorhandene Griffsicherungen können integriert werden, es kann aber auch ein elektroischer Sensor (z.B. Ultraschall) zur Detektion der Hand Verwendung finden.



Bei WPW-Lock braucht die Waffe ein Gegenstück mit einem Schlüssel das beliebig gestaltet sein kann. Es kann dies das Holster sein, aber auch eine Aufbewahrungsbox oder eine Haltevorrichtung.



Bei Maschinenpistolen und Gewehren kommt auch ein Schlüssel an einer kurzen Kette in Frage, oder eine elektronische Lösung mit einem NFC-Chip, der beliebig am Körper versteckt getragen wird.


Somit ist WPW-Lock die einfache, verlässliche und wirtschaftliche Lösung zur Waffenpersonalisierung. Zusätzlich wird auch noch die Sicherheit in der Alltagshandhabung beträchtlich erhöht und somit Unfällen vorgebeugt da eine abgelegte Waffe immer automatisch gesichert und gesperrt ist.

Mit WPW-Lock ist der Schritt zur Personalisierung von Waffen endlich problemlos möglich!





(1) Bei einer Waffe wie der Glock mit vorgespanntem Abzug muss unter Umständen, je nach Art der Konstruktion, in dem Fall, dass im gesperrten Zustand der Versuch einer unbefugten Schussabgabe erfolgt ist auch noch einmal repetiert werden um die volle Vorspannung am Abzug wieder aufzubauen. (Dies ist bei den Konstruktionsvarianten notwendig, bei denen der Abzug direkt blockiert wird, wie im Standardbeispiel. Dies kann aber vermieden werden, indem nicht der Abzug sondern zum Beispiel die Abzugssicherung im gesperrten Zustand blockiert wird. Dann entsteht dieses Problem erst gar nicht.)

(2) Diese Identitätsprüfung kann natürlich auch mit jeder anderen verfügbaren biometrischen Technologie erfolgen, wie Iris-, Retina-, Stimmüberprüfung oder Codeeingabe oder NFC-Identifikation erfolgen.


Diese Seite wurde am 20.09.2012 mit diesem Inhalt hier veröffentlicht. Am 21.09.2012 wurden gringfügige Korrekturen am Layout vorgenommen. Am 28.11.2012, 14.12.2012, 9.1.2013, 17.01.2013 und 2.6.2013 wurde einige Worte bzw. Sätze oder Bilder ergänzt. Details siehe Patentanmeldeunterlagen veröffentlicht